Der  verdrehte Turm
100 Jahre Synagoge

Festschrift Synagoge Grötzingen

Vor 103 Jahren erschien die Festschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Erbauung der Synagoge in Grötzingen. Die jüdische Bevölkerung war hier assimiliert, wie aus vielen Orten wird berichtet, dass das Verhältnis zwischen den jüdischen und christlichen Einwohnern gut war.

39 Jahre später wurde die Synagoge zerstört. Die jüdischen Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt entrechtet, sie waren Bürger zweiter Klasse. 1940 wurden die badischen und saarpfälzischen Juden nach Gurs in Südfrankreich interniert. Es war die Vorstufe von Auschwitz. Nach dem Ende des Nationalsozialismus gab es in Grötzingen keine jüdische Gemeinde mehr.

Am 9. November 1983 wurde am Ort der ehemaligen Synagoge eine Stele errichtet, ein Mahnmal und Denkmal des Erinnerns.

Die Festschrift der jüdischen Gemeinde hatte vermutlich keine hohe Auflage. In der badischen Landesbibliothek befindet sich nur eine gebundene Kopie aus dem Jahre 1966. Sie ist die Grundlage dieses Reprints mit einigen Anlagen und einem Literaturverzeichnis, mit dessen Hilfe Interessierte am Thema weiterarbeiten können.

Die Festschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Erbauung der Synagoge in Grötzingen von Sigmund Weber, Grötzingen 1899 ist als Reprint mit Anhang beim Evangelischen Pfarramt Grötzingen, Kirchstraße 15, 76229 Karlsruhe für 6 Euro erhältlich.

Mehr zu Synagogen in Deutschland finden sie unter www.synagogen.info.

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Impressum / Stand 29/03/12